ERNEUERBARE ENERGIEN

Erdwärme, Sonne, Wasser und Wind sind Energieträger, die gegenwärtig unbegrenzt zur Verfügung stehen. Einzig die Wasserkraft spielt in der deutschen Energiewirtschaft eine größere Rolle: Etwa 3,5% des Stroms kommen hierzulande von den Stauwerken und Talsperren. Sonnenkraft und Windenergie lassen sich in Deutschland ohne Subventionen nicht wirtschaftlich nutzen. Deshalb unterstützen die Energieversorgungs- unternehmen viele Projekte, in denen zukünftige Anwendungs- Möglichkeiten getestet werden.

Die natürliche Windenergie wird umgewandelt in elektrische Energie, sie wird zur Stromerzeugung genutzt,, diese umweltschonende, erneuerbare Energie ist seit der Ölkrise 1973 wieder aktuell geworden. Allerdings ist es nur sinnvoll Windkraftanlagen dort zu bauen, wo die Windgeschwindigkeit über das Jahr gemittelt mind. 4 m/s beträgt. Solche Verhältnisse herrschen nur an Meeresküsten allenfalls in Mittel- und Hochgebirgen. Mit massiven Subventionen für den Atomstrom und staatlichen Zuschüsse für die Kohlenverstromung ist es nach wie vor sehr schwer, daß die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig werden können. Bis Ende 1995 flossen beispielsweise 160 Mil. Mark in die Atomindustrie die Windenergie wurde lediglich mit 0,6 Mil. Mark gefördert. Die Nutzung des Windes birgt so gut wie keine Risiken für die Umwelt, es werden keine Schadstoffe, bei in betriebgenommen Windkraftanlage(WKA) abgegeben, und der Landbedarf beschränkt sich auf das Mast- und Turmfundament und Zufahrtswege, allerdings verursachen WKA Lärm - weshalb 400m Mindestabstand von Wohnbauten vorgeschrieben ist. Die Energiebilanz ist günstig, denn die Rückzahlungszeit beträgt knapp 1 Jahr, dass heißt nach diesem Jahr hat die Anlage die Energie aufgebracht, die für die Herstellung und in Betriebnahme zuvor aufgebracht werden musste. Die durchschnittliche Betriebsdauer liegt bei etwa 20 Jahren.


Sonnenenergie ist Energie, die von der Sonnenstrahlung auf die Erde gebracht wird, hier Leben ermöglicht und die natürlichen Energiekreisläufe speist. Geringe Energiedichte und unregelmäßiges Angebot sind seit jeher hohe Hürden bei ihrer wirtschaftlichen Nutzung. Je nachdem, ob die Sonnenenergie in ihrer Ursprungsform oder mit Hilfe technischer Mittel genutzt wird, spricht man von aktiver oder passiver Nutzung. Die passive Nutzung meint bauliche Maßnahmen, mit denen die Sonneneinstrahlung in das Gebäude zur unmittelbaren Erwärmung der Räume genutzt wird, zum Beispiel durch Fenster nach Süden oder Wintergärten. Die aktive Nutzung umfaßt den Einsatz von Sonnenkollektoren zur Erzeugung von Wärme- zum Beispiel für die Warmwasserversorgung-, von Solarzellen zur Stromerzeugung (Photovoltaik) und von Wärmepumpen zur Nutzung von Wärmepumpen zur Nutzung der Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erdreich.

Photovoltaik ist der Oberbegriff für die Wandlung der solaren Strahlungsenergie in elektrische Energie mit Hilfe des photovoltaischen Effekts in der Solarzelle. Photovoltaische Energiewandlung hat den Vorzug der unmittelbaren Stromerzeugung ohne rotierende Teile und ist am Standort emissions- und geräuschfrei. Schwerpunkte sind, die von der Sonneneinstrahlung abhängige Stromlieferung und die aufgrund großen Flächenbedarfs hohe Materialintensität. Vorteile von Solaranlage : Eine richtig dimensionierte Solaranlage liefert in Deutschland genug Energie, um von Mai bis September 100 % des Warmwasserbedarfs (im Jahresdurchschnitt 50 - 70 % ) zu decken. Durch Solarenergie wird man mittel- und langfristig unabhängiger von Energiepreiserhöhungen. Ökologisch gesehen hilft die Solarenergie die gegrenzt vorhandenen fossilen Brennstoffe einzusparen. Kosten : Solaranlagen zur Versorgung eines Durchschnittshaushalts kostet rund 8000 bis 12.000 DM. Sonnenkollektoren der neuen Generation können bis zu 83 % absorbieren, erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 98 % des auffallenden Sonnenlichts.



Wasserkraft: Wasser strömt aus einem Stausee zu Turbinen, welche dann Generatoren antreiben ® so entsteht aus der ursprünglichen Wasserkraft elektrischer Energie und Strom. In Deutschland tragen Wasserkraftwerke 3,6% zur öffentlichen Stromerzeugung bei. Die Investitionen sind in der Regel groß, da jedoch das Wasser außer geringen Wasserkosten nichts kostet, der Wirkungsgrad hoch ist, die Nutzungsdauer bei Generalsanierung bis zu 100 Jahren erreichen kann und der Personalbedarf gering ist, haben große Wasserkraftwerke durchwegs niedrige Stromgestehungskosten. Außerdem erzeugen WKW im Betrieb weder Abgase noch Abwässer. Sie sind jedoch Eingriffe in Landschaft und Ökosysteme z.B. ausgedehnte Stauseen. Hinzu kommt, dass Turbinen im Maschinenraum durch Lärm in unmittelbarer Nähe belästigend wirken können. Wichtig ist es, daß Staudämme sicher konstruiert werden, und ständig überwacht werden um Umweltkratastrophen vorzubeugen. Dank umweltbewußter Planung (und raumsparenden, modernen Rohrturbinen bei kleinen WKW) sind aus manchen Stromanlagen Erholungsgebiete oder Vogelreservate geworden, die sogar zur Trinkwasserversorgung dienen.