MODUL III
Klimatechnik - Solare Kühlung Seite 37

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3.2 Regelungstechnische Grundlagen (Mollier Diagramme)

3.2.1 Taupunktregelung

Eine Klimaanlage hat die Aufgabe, im belüfteten Raum (oder Räumen) die Temperatur und relative Feuchtigkeit auf einem vorgegebenen Wert konstant zu halten, unabhängig vom Zustand der Außenluft und den Vorgängen im Raum. Es werden deshalb Verfahren zum Erwärmen, Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten der Luft angewandt, wobei die einzelnen Anlagen-Elemente so anzuordnen und zusammenzuschalten sind, dass sinnvolle Kombinationen entstehen. Bei der Feuchteregelung unterscheidet man dabei hauptsächlich zwischen:

- indirekter Feuchte-Regelung über die Taupunkttemperatur des gewünschten Raumluftzustandes
- direkter Feuchte-Regelung mit einem Feuchtefühler im betreffenden Raum.

Taupunktregelung

Bei der Taupunktregelung muss von den interessierenden Raumluftzuständen Temperatur und relative Feuchte nur die Temperatur geregelt werden. Deshalb ist der dazu benötigte Apparate-Aufwand relativ günstig. Aus wirtschaftlichen Gründen (Betriebskosten) werden aber heute für konventionelle Klimaanlagen direkte Feuchteregelungen vorgezogen.

Anwendung:

Die Taupunktregelung ist nur in Anlagen angewandt worden, wo die relative Raumfeuchte innerhalb bestimmter Grenzen schwanken darf, z.B. Büros, Konferenzräume, Verkaufsräume u.a., denn Fremdwärme-Anfall, gleitendes Anheben der Raumtemperatur im Sommer durch den Außentemperatur-Führungsgeber, Raumtemperatur-Sollwertänderungen und Feuchtestörungen (Fremdfeuchte, Feuchteverlust) werden von der Regelung nur bei Einsatz von Hilfsfühlern erfasst. Heute wird die Taupunktregelung aus wirtschaftlichen Gründen nur noch für die zentrale Luftaufbereitung von Hochdruckanlagen (Ein- und Zweikanalanlagen mit Induktionsgeräten und Mischboxen) empfohlen oder wenn der Einsatz eines Luftwäschers zum Zwecke der Luftreinigung unumgänglich ist. Trotzdem werden im Folgenden noch einige Ergänzungsmöglichkeiten zur Taupunktregelung für die Klimatisierung von Einzelräumen aufgezeigt.

Aufbau (s. Fig. 23):

Die Taupunktregelung arbeitet mit einem zwischen Befeuchter und Nachwärmer angebrachten Temperaturfühler 1 (Taupunkttemperaturfühler), der über den Taupunktregler 2 das Vorwärmer- und Kühlventil betätigt. Diese beiden Antriebe sind in Folge (Sequenz) geschaltet. Der Durchfluss im Befeuchter ist konstant und die Befeuchterpumpe ist während des Betriebes der Anlage dauernd eingeschaltet. Die Regelung der Raumfeuchte über den Taupunkt bedingt in konventionellen Anlagen einen Nachwärmer, dessen Heizleistung vom Raumtemperaturregler bestimmt wird. Die Anlage kann mit einem Zulufttemperatur-Minimalbegrenzer und einem Außentemperatur-Führungsgeber sowie Außenluft-/Umluftklappen ergänzt werden.


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