MODUL III
Klimatechnik - Solare Kühlung Seite 7

Modul III ServitecAnfangvorherige Seitenächste SeiteEnde

 


Fig. 5 Empfohlene relative Feuchte bei verschiedenen Raumtemperaturen t





1.1.4 Die Luftgeschwindigkeit (Luftbewegung)

Für die sich in einem Raum aufhaltenden Personen hat auch die Luftbewegung einen großen Einfluss auf die Behaglichkeit. Allerdings spielt im Zusammenhang mit der Luftgeschwindigkeit wiederum die Lufttemperatur eine große Rolle. Während bei tiefen Raumlufttemperaturen die geringsten Luftbewegungen unter Umständen schon als unangenehm empfunden werden, ist bei hohen Lufttemperaturen eine wahrnehmbare Luftgeschwindigkeit oft angenehm.

Um einen Raumluftzustand als behaglich bezeichnen zu können, müssen die Lufttemperatur und -geschwindigkeit richtig aufeinander abgestimmt sein. Bewegte Luft übt ja auf die Haut einen Kühleffekt aus, der mit steigender Luftgeschwindigkeit und fallender Lufttemperatur ansteigt. Daher wird das Wohlbefinden am meisten gestört, wenn die bewegte Luft eine geringere Temperatur als die Raumtemperatur hat und vorwiegend aus einer bestimmten Richtung kommt. Eine solche Luftströmung, auch Zugluft genannt, wirkt sich gegen Nacken, Rücken und Füße besonders unangenehm aus. Sie ist daher neben den Geräuschen der Feind jeder Lüftungs- und Klimaanlage. Um die Größe der zulässigen Luftbewegungen wertmäßig festlegen zu können, muss wiederum einschränkend festgehalten werden, dass alle Angaben nur Mittelwerte für normale Verhältnisse sein können, weil auch Umstände wie Geschlecht, Alter, Beschäftigung, Rasse usw. einen Einfluss haben. Bei den Normaltemperaturen von 20 ... 22°C geben die Hygieniker die zulässige Luftgeschwindigkeit beim Anblasen sitzender Personen von vorn mit etwa 0,15 ... 0,25 m/s an. Trifft die Luftströmung z.B. Nacken oder Füße, so soll die Luftgeschwindigkeit bei Lufttemperaturen unter 21 °C den Wert von 0,15 m/s nicht überschreiten. Im Weiteren sollen zum Vermeiden von Zugerscheinungen bei bestimmten Raumtemperaturen die in der Fig. 6 angegebenen Luftgeschwindigkeiten nicht überschritten werden. Die Fig. 6 zeigt, dass eine verhältnismäßig hohe Lufttemperatur durch Steigern der Luftgeschwindigkeit erträglich gemacht werden kann, während sich umgekehrt die Wirkung einer unvermeidbar hohen Luftgeschwindigkeit durch eine planmäßige Lufttemperaturerhöhung in begrenztem Umfang ausgleichen lässt.

 

Modul III ServitecAnfangvorherige Seitenächste SeiteEnde


• • Copyright © IWB e.V. 1996-2000 • Gestaltung, Realisation und Webmaster: ohlendorf@ohlendorf.de • •
• • Gesponsort von EDUVINET • 800 x 600 empfohlen • •