MODUL II
Solarenergietechnik Seite 20

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Vakuumflachkollektoren

Bei diesen Kollektoren ist der Innenraum evakuiert, d.h. gegenüber der Umgebung druckreduziert. In diesem druckreduzierten Raum befinden sich weniger Luftmoleküle, die die Wärme durch Konvektion oder Leitung transportieren können. Das Vakuum wirkt somit wärmedämmend, so dass die rückseitige Wärmeisolierung geringer ausfallen kann. Da die bisherigen Bauarten leicht undicht wurden und deswegen mit Vakuumpumpen immer wieder Luft entzogen werden musste, sind diese Kollektoren weitgehendst vom Markt verschwunden. Heute werden sie meist durch Flachkollektoren mit Edelgasfüllungen ersetzt.


Vakuumröhrenkollektoren

Vakuumröhrenkollektoren funktionieren ähnlich wie Vakuumflachkollektoren, mit dem Unterschied, dass als Absorber selektiv beschichtete Vakuumröhren, in denen sich wiederum ein sogenanntes "Wärmerohr" befindet, verwendet werden. Bei Erwärmung verdampft das im Wärmerohr der Vakuumröhre vorhandene Kältemittel, steigt nach oben und gibt die Wärme über einen Wärmetauscher an eine Wärmeträgerflüssigkeit ab. Hierbei kondensiert das Kältemittel und läuft wieder nach unten zurück, um erneut Solarwärme aufzunehmen. Die an die Wärmeträgerflüssigkeit übertragene Wärme wird dann, wie bei den anderen Kollektortypen auch, dem Verbraucher zugeführt. Die heute eingesetzten Kältemittel sind FCKW frei und wurden meist durch ein Wasser-Glykolgemisch ersetzt. Grafik 18 und Grafik 19 zeigen Vakuumröhrenkollektoren mit Trockeneinbindung, d.h., die sich in der Anlage befindlichen Röhren können einzeln gewechselt werden, ohne dass eine Systementleerung nötig ist. Darüber hinaus kann die Absorberfläche auch speziell ausgerichtet werden.

Grafik 18: Funktionsschema Vakuumröhrenkollektor mit Trockeneinbindung

 

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