MODUL II
Solarenergietechnik Seite 30

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"Kombispeicher" - Kombinierter Pufferspeicher mit integriertem Warmwasserspeicher und externer Nacherwärmung

Eine Weiterentwicklung des oben beschriebenen einfachen Speichers mit Nachheizung ist der sogenannte "Kombispeicher". Er besteht aus einer Kombination von Pufferspeicher mit integriertem Warmwasserspeicher und externer Nacherwärmung. Er wird in der Praxis oft zur Heizungsunterstützung verwendet. Im Gegensatz zum einfachen Speicher, wird beim Kombispeicher der Wärmetauscher nicht von Kaltwasser umspült, sondern von Heizungswasser, wodurch eine Kalkausfällung nur an der Warmwasserspeicherinnenwand möglich ist. Ein Nachteil dieses Speichers besteht darin, dass die Temperatur des Brauchwassers nicht differenziert geregelt werden kann. So kann die Warmwassertemperatur bis zu 95 C° erreichen, wodurch eine Verbrühungsgefahr entsteht. Man muss aus diesem Grund in der Regel noch einen Brauchwassermischer einbauen, mit dem man die Temperatur des Warmwassers unter 60 C° regulieren kann. Nachfolgende Grafik 31 zeigt das Funktionsschema eines Kombispeichers.

Grafik 31: Funktionsschema eines "Kombispeichers"



Speicherkollektor

Auf den Speicherkollektor wurde bereits im Kapitel "Kollektortechnik" eingegangen. Da er eine sehr preisgünstige und einfache Speichermöglichkeit darstellt, soll er hier noch einmal diskutiert werden. Beim Speicherkollektor wird nicht mit einem Glykolgemisch als Wärmeträgermedium gearbeitet, sondern direkt mit Trinkwasser. So kann ein Speicherkollektor direkt an den Trinkwasserkreislauf angeschlossen werden ohne Regelungstechnik und Solarstation. Bei der Installation ist es empfehlenswert, ein Ausdehnungsgefäß einzubauen sowie ein Warmwassermischventil als Verbrühungsschutz. Der Speicherkollektor ist in Mitteleuropa frostsicher, ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen treffen zu müssen. Lediglich die Rohrleitungen der Anlage sind entsprechend gegen Frost zu sichern. Die sehr gute Isolierung und die transparente Wärmedämmung des Speicherkollektors lassen eine nur sehr geringe Abstrahlung während der Nachtzeit zu. Die Montage kann als Inndach-, Aufdach- und Wandmontage sowie als Fassadenintegration durchgeführt werden. Der Einbau in ein Dach erfolgt auf die gleiche Weise wie der Einbau eines Dachflächenfensters:

 

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