PRO:
Verbrauch nur geringer Mengen an Brennstoff -Uran
Uran noch genug vorhanden (noch ca. 2,1 Millionen Tonnen) daraus gewinnbare
Wärme entspricht 4x soviel wie die aus allen Kohle-, Öl- und Gasvorkommen
keine CO2 Emission durch KKWs
Strom aus KE ist günstiger als Strom aus Kohle
CONTRA:
große Gefahren beim Eintritt eines GAUs (viele Opfer, geschätzt 110000;
zu evakuierende Menschen, geschätzt 1-2 Millionen, enorme finanzielle Schäden,
geschätzt 10 Billionen DM = das 3-4fache das jährlich dt. BSP
große Gefahren bei Unfällen in Zwischenlagern, Castortransport etc.
Frage Endlagerung: wenig Erfahrungen
hohe Kosten für Abriss ( dauert ca. 20 Jahre) von KKWs (" halten " nur
ca. 40 Jahre), Transport, Lagerung etc.
Atombombe, Wasserstoffbombe (bei der WA gewonnenes Plutonium 239 kann zur
illegalen Herstellung genutzt werden)
ZUKUNFT DER KERENERGIE
Und auch wenn die Kernenergie jetzt in vielfacher Hinsicht zu einer glaubenspolitischen
Frage verkommen ist, bei der wir nicht zwischen einem einfachen JA und NEIN entscheiden
sollen sondern uns ein eigenes Urteil über die Kernenergie machen. Momentan kann
einfach noch nicht auf Kernenergie ganz verzichtet werden. Dafür ist unser Energiekonsum
einfach zu groß und er wird auch im Laufe der Zeit bestimmt nicht abnehmen. Deshalb
sind Vorschläge nach denen der Ausstieg aus der Kernenergie durch enorme Stromeinsparung
ausgeglichen werden soll, um so zweifelhafter in Bezug auf reelle Verwirklichungschancen.
Weiterhin würde der sofortige Atomausstieg für die BRD Einbußen in Höhe von 88
Milliarden DM bedeuten und auch die Erhöhung des CO2 - Schubs auf knapp 2 Milliarden
Tonnen wäre unvermeidbar.
Trotzdem glauben wir daß die Kernenergie nicht für immer bestehen wird und kann.
Jetzt noch nicht aber schon in wenigen Jahrzehnten werden andere Energiequellen
zur Stelle sein, wie z.B. die regenerativen Energiequellen und Wasserstoff als
Energieträger der Zukunft die dann in der Lage sind die Kernenergie zu verdrängen.
Deswegen halten wir die Versprechungen der Bundesregierung, welche einen Ausstieg
in gut 30 Jahren für möglich sieht, als realistisch und glaubwürdig.