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MODUL III |
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Solare
Energiequelle für ein Kühlsystem
Das solar angetriebene Kühlsystem besteht aus einem Kühlbehälter mit einem im
Deckel integrierten Verdampfer, in dem sich Wasser als Kühlmittel befindet.
Dazu kommen ein oder mehrere Zeolithbehälter, eine Handvakuumpumpe und ein Parabolkollektor.
Um den Zeolith ausreichend zu trocknen, braucht man Temperaturen von über 250
°C, dazu ist ein konzentrierendes System nötig. Flachkollektoren können so hohe
Temperaturen nicht erreichen. Beim beschriebenen Kühlsystem wird ein Solarkocher
Parabol-Kollektor verwendet. Bisher wurden solche Kollektoren vor allem in Entwicklungsländern
verbreitet, um in diesen Ländern eine Alternative zum Brennholz - oder Kerosinverbrauch
zu bieten. Neben der Zubereitung von Mahlzeiten eignet sich der Kocher beispielsweise
zum Sterilisieren von medizinischen Geräten oder zum Abkochen von Wasser. Bisher
wurden mehr als 10000 solcher Kollektoren gebaut. Mit einem Durchmesser von
1,4 m besteht er aus hochglanzpolierten, eloxierten Aluminiumblechen und ist
somit witterungsbeständig. Die Halterung ist drehbar in einem auf Rollen stehenden
Flachstahl-Gestell gelagert, so dass der ganze Kollektor durch Drehung des Gestells
und Neigung des Spiegels dem "Gang der Sonne" nachgeführt werden kann. Die Leistung
beträgt bei einer Einstrahlung von 1000 W/m² ca. 800 Watt für die Desorption.
Zur Trocknung des Zeoliths werden die Zeolithbehälter mit ca. 4 kg Zeolith in
den Brennpunkt des Parabolspiegels gestellt. Nach ca. 4 Stunden ist der Zeolith
bei Maximal-Temperaturen von ca. 350 °C regeneriert.
Die Adsorptionskühlung
Zur Kühlung wird ein Zeolithbehälter mit trockenem Zeolith an den mit Wasser
gefüllten Flachverdampfer angeschlossen. Anschließend wird mit der handbetriebenen
Vakuumpumpe die Luft aus dem System entfernt. Nach der Ankopplung des Zeolithbehälters
beginnt bei der Evakuierung, ausreichend niedrigen Druck vorausgesetzt, das
Wasser heftig zu verdampfen. Durch den bereits beschriebenen Kühlvorgang wird
das Wasser im Verdampfer abgekühlt und friert ein. Von dem entstandenen Eis
dampfen weitere Wassermoleküle ab (Sublimation), was dazu führt, dass sich das
Eis weiter abkühlt. Mit einer Zeolithpatrone kann die Isolierbox mit 55 l Nutzvolumen
bei 22 °C Umgebungstemperatur abgekühlt und etwa drei Tage lang auf einem Temperaturniveau
von 0 °C bis 6 °C gehalten werden. Nach dieser Zeit muss wieder Wasser in den
Verdampfer gefüllt, eine regenerierte Zeolithpatrone angeschlossen und erneut
die Luft aus dem System abgepumpt werden. Um längere Zeit durchgehend kühlen
zu können und Schlechtwetterperioden überbrücken zu können, muss man mehrere
regenerierte Zeolithpatronen auf Vorrat bereithalten.
Fig. 57 Adsorptionskühlbox