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MODUL III
Klimatechnik -
Solare Kühlung Seite 76
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Wie bei der
Absorptionswärmepumpe ist die im Kondensator abgeführte Wärmemenge etwa gleich
der dem Verdampfer zugeführten Wärme und die am Absorber abgeführte Wärme etwa
gleich der dem Generator zugeführten. Die vom Verdampfer aufgenommene Wärmemenge
Q1' wird gleich 1 gesetzt. Dann kann am Absorber die Wärme Q2 =
2
/ (1 -
2) an den Nutzer
abgeführt werden. Die Kondensatorwärme Q0 ist ebenfalls gleich 1; am Generator
muss die Wärme Q2 =
2
/(1 -
2) zugeführt werden.
Das Wärmeverhältnis
2
liegt typischerweise bei 0,40 bis 0,45.
Schlussbemerkung:
Der im Laufe des SERVITEC Projekts unternommene Versuch, ein Demonstrationsmodell
für solare Kühlung zu entwickeln, hat zwei Dinge gezeigt:
- Im Prinzip ist des durchaus
möglich, die theoretischen Überlegungen auch technisch zu realisieren. Dies
setzt allerdings den Einsatz hochwertiger elektronischer Messgeräte voraus.
Die Berechnung der Energiebilanzen erfordert außerdem eine entsprechende Software
und einen PC zur Messdatenerfassung, Auswertung und optischen Wiedergabe.
- Die Sonnenenergie,
die während einer Vorführung in Barcelona am 3. Oktober 2000 zur Verfügung
stand, reichte nicht aus, um mit Hilfe von zwei Vakuumkollektorröhren optimale
Austreibungstemperaturen am Generator zu erreichen.
Dieses Problem ließe sich jedoch auf zweierlei Weise lösen. Zum einen könnte
man die Sonnenkollektorfläche entsprechend erweitern. Das würde aber nur bei
Sonnenschein helfen. Besser wäre der Einbau einer zweiten Energiequelle als
Nachheizung, wobei die Sonnenenergie lediglich als Vorheizstufe im Arbeitsprozess
wirken würde.
Fig. 60 Demonstrationsmodell
einer solaren Absorptionskältemaschine
Das zur Zeit vorliegende Modell
eignet sich zwar bereits hervorragend zur Demonstration der Funktionsweise einer
solaren Absorptionskältemaschine, müsste aber mit industriellen Komponenten -
insbesondere einer Nachheizstufe - erweitert werden, um angehende Servicetechniker
genügend auf das vorzubereiten, was sie eines Tages in der Praxis erwartet.
Der im Anhang zu diesem MODUL III wiedergegebene Beitrag des Fraunhofer Instituts
für Solare Energiesysteme in Freiburg zeigt aber, dass auch industriell gefertigte
solare Kühlanlagen in Europa erst punktuell vorkommen und daher noch den Charakter
von Pilotanlagen haben.