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MODUL V |
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9.2 Gleichrichter
Gleichrichter wandeln Wechselstrom oder Dreiphasenwechselstrom in Gleichstrom
um. Gleichrichterschaltungen bestehen aus einem Gleichrichtertransformator und
einem Gleichrichtersatz (Gleichrichterdiode).
Grafik 64: Aufbau einer Gleichrichterschaltung
Die Funktion und Wirkungsweise der Gleichrichterdiode ist mit der der unter
Punkt 9.1 behandelten Halbleiterdiode identisch. Der einzige Unterschied besteht
darin, dass die Gleichrichterdiode mit Gleichstrom arbeitet. Aus diesem Grund
soll an dieser Stelle nicht mehr weiter auf die Funktionsweise eingegangen werden.
Der Einsatz von Gleichrichterdioden ist von der Anzahl und der Anordnung der
Dioden abhängig. Im wesentlichen unterscheidet man in der Versorgungstechnik
die Einpuls-Mittelpunktschaltung (Einweggleichrichtung) und die Zweipuls-Brückenschaltung
(Doppelweggleichrichtung).
Die Einpuls-Mittelpunktschaltung nutzt nur eine Halbschwingung des Wechselstroms
und es entsteht ein pulsierender Gleichstrom. Diese Eigenschaft wird bei der
Ionisationsflammenüberwachung von Gasgeräten genutzt. Die dort vorhandene Flamme
ist elektrisch leitend. Die Gasflamme wirkt nur in einer Richtung und es ergibt
sich ein Gleichrichtereffekt. Da durch die Flamme ein pulsierender Gleichstrom
entsteht, kann dieser zur Überwachung der Flamme genutzt werden: Brennt die
Flamme, liegt am Steuergerät ein pulsierender Gleichstrom an, brennt keine Flamme,
liegt kein Gleichstrom an und das Gerät schaltet ab.
Grafik 65: Einpuls-Mittelpunktschaltung

Die Zweiplus-Brückenschaltung
nutzt beide Halbschwingungen für Steuer- und Regelvorgänge. Da beim Betrieb
von z.B. Wassererwärmern, Pumpenanlagen, Urinalanlagen und auch Schweißgeräten
kein pulsierender Gleichstrom verwendet werden kann (An-Aus-Effekt), wird durch
diese Schaltung mit vier Gleichrichterdioden die kontinuierliche Gleichstromversorgung
erzielt.
Grafik 66: Zweipuls-Brückenschaltung
9.3 Übungsaufgaben
1. Führen Sie Messungen an Übungsständen durch.